Wer sich zwischen hippem Fixed-Bike und geschmeidigem Hollandrad bislang nicht entscheiden konnte, dem wird nun eine weitere stilsichere Alternative geboten.
OZON Bicycles aus Berlin machen derzeit mit individuell handgefertigten Fahrrädern aus Bambus auf sich aufmerksam. Das junge Start-Up-Unternehmen besteht aus einem Produktdesigner, einem Orthopädiemechaniker und einem ehemaligen Fahrradkurier. Die Drei Eigentümer entwickelten zwei Jahre lang eine neue Herstellungstechnik, um spezielle Rahmen aus Bambusrohren zu fertigen. Das Konzept verspricht jedem Kunden ein perfekt maßgeschneidertes Fahrrad mit eindrucksvoller Optik und geringstmöglichem Gewicht aus natürlichem Rohstoff.
„Bambus ist außerordentlich robust, leicht und sehr vibrationsabsorbierend. Perfekt für Vielfahrer“, so Stefan Brüning von Ozon Bikes. Diese Vorteile bewährten sich Anfang des 20. Jahrhunderts nicht nur bei vielen Grundschullehrern mit Prügelstock, sondern wecken neuerdings auch das Interesse von ein paar Fahrradverrückten.
Verblüffend: „Ein Bambusrahmen fühlt sich beim Fahren fast genau so an, wie ein Rahmen aus Stahl.“
Warum also nun zum Bambus greifen? „Dadurch, dass die natürliche Größe und Dicke der Rohre variiert, können wir so einen Rahmen bauen, der sich ideal an den Körper des Benutzers anpasst. Anders als bei vorgefertigten Stahlrahmen können wir so auf die Fahr-Charakteristiken und Wünsche des Kunden eingehen”, erklärt Brüning. Mal ganz abgesehen davon sind die Bambusrahmen auch noch umweltfreundlicher. Die Do-it-yourself-Philosophie, die mit den ersten Bambusrädern aus San Francisco und Brooklyn nach Berlin herüberschwappte, wird auch bei Ozon Bicycles großgeschrieben: Wer möchte kann an Workshops teilnehmen, bei denen jeder sein individuelles, hochwertiges Rad selbst fertigen kann.
Der Preis der eleganten Blickfänge variiert je nach den Wünschen des Kunden zwischen 1000 und 1500 € pro Rahmen, die dabei mit einem Arbeitsaufwand von 40-60 Stunden zu rechtfertigen sind.
Hannes Rademacher
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